Ringreiten

In Pißdorf gibt es seit jeher Ringreiten.

Dieser sportliche Wettstreit wurde jährlich am 3.Pfingstfeiertag durchgeführt.

Die Reiter auf ihren Pferden müssen nach Ringen stechen.

Der Vorreiter beginnt das Fest mit einer Ansprache. Sieger und Vorreiter

erhalten eine Schärpe aus Efeublättern.

Während der Kriegsjahre von 1939-1945 wurde das Ringreiten eingestellt.

Es gab zu dieser Zeit nur wenig Pferde.

Die meisten Pferde wurden im Krieg eingezogen und sind gefallen.

Am 11.06.1946 fand das erste Ringreiten nach dem Krieg statt.

In den 50er Jahren wurde das Ringreiten verboten.Es wurde als eine kapitalistische

Veranstaltung gewertet.

Aus diesem Grunde führten die Pißdorfer ein Wettstechen auf dem Fahrrad durch.

1960 wurden die Bauern zur LPG vereinigt. Jeder musste am 3. Feiertag arbeiten.

Das Fest wurde auf Sonnabend vor Pfingsten gelegt.

Der Schutzpatron der Ringreiter in Pißdorf ist der Popelmann

 

Hauptmann Mario Hummel

Quelle:Die Ortscronik von 1995

Fotos W.Gallasch