Ansprache

Ihr lieben Zuschauer insgemein, ich bitt euch ein wenig still zu sein. Höret meinen Worten zu, die ich in diesem Jahr zum X ten male vom Pferde zu euch reden tu. Ich bin zwar kein erfahrener Mann, der gut hier zu euch reden kann. Trotzdem hoffe ich, ob gross ob klein, ein jeder wird mit mir zufrieden sein.

Ihr Reiter schon wieder ist ein Jahr verflossen, als wir dieses schöne Fest genossen und wieder ist die Zeit gekommen wo wir uns nichts Anderes haben vorgenommen, als diese herrliche Lustbarkeit. Da ihr mich als Vorreiter habt gewählt, erteile ich euch den Befehl. Ich reite voran, dann kommt die Musik, dann kommt ihr Reiter Glied an Glied. Kameraden, steht sicher im Bügel, haltet fest die Zügel, reitet stets in Reih und Glied, damit keinem ein Unglück geschieht. Ihr Mütter, haltet eure Kinder fest an der Hand, ansonsten reiten wir sie in den Sand!

So zieh’n wir nun mit Lust, Mut und frohem Sinn zu unserer Kampfbahn hin. In der herrlichen Ringreiterzeit , wo das Herz ist leicht, die Brust wird weit, steigt der Bursche mutig auf ‘s Pferd, welches er eingeritten wie sein Herz begehrt.

Doch nun nicht länger vergeudet die Zeit, Brüder macht euch zum Kampfe bereit. Viermal geht ‘s im Galopp an den Ringen vorbei, wer viermal trifft,  der der Sieger sei. Musikanten wir sitzen hier hoch zu Ross und warten nur auf euren Trompetenstoss.

 

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Hauptmann Mario Hummel ( bis 2009 )
                                            Hauptmann Lisa Sablotny (ab 2009 )

So sind wir geritten mutig und mit frohem Sinn, haben uns gestritten um den Sieg und den Gewinn. Es war kein leichtes Ding, zu jagen nach solch einem kleinem Ring. Vielleicht ist es passiert, dass man das Gleichgewicht verliert, vielleicht rutscht man zur Seite sacht und wird dann tüchtig ausgelacht. Doch von uns mutigen Reitern allen ist keiner Heute herunter gefallen. Dem Sieger gilt nun unser Ruf, der sich durch Geschick die Würde schuf. Die Ehre und den Hauptgewinn, beides nehme er mit Freuden hin.

Unsere Wirtsleute haben sich nicht lange bedacht und haben uns eine Lage Bier gebracht. Wir können sie dadurch ehren, indem wir das Glas in einem Zuge leeren. Doch wollen sie wie unsere Freunde noch länger bleiben, so dürfen sie die Zeche nicht so hoch anschreiben. Wir sind alle mutige Gäste, essen und trinken ist für uns das allerbeste. Liebe Freunde liebe Gäste, für euch folgt nun das allerbeste, das Kegeln und das Schießen könnt ihr sogleich genießen. Die jungen Mädchen halten über euch wacht, die ihr zum Tanze führt heut Abend um acht. doch wer am tanzen hat keinen Gefallen der höre die Musik erschallen, der sitzt bei einem Glase Bier und spricht: Wie schön war’s heut in Pißdorf hier! Doch bald hätte ich was vergessen. An unsere lieben Zuschauer habe ich nicht gedacht, die meine Worte so kritisch bemessen. Mich vielleicht dabei auch ausgelacht ? Doch das stört mich nicht sehr, den morgen schon bin ich kein Vorreiter mehr. Lasst sie reden  was sie wollen, einen kräftigen Tusch sie trotzdem bekommen sollen. Wenn nun einer denkt, ich habe meine Sache schlecht gemacht, der reite vor das er es im nächsten Jahr besser macht.

Dank des Stiefelputzers

Unser Hauptmann hat seine Sache gut gemacht, drum wird er mit einem dreifachen Hoch bedacht!

Unser Hauptmann und seine Familie sie leben Hoch...! Hoch...! und abermals Hoch...!

Danke mein Stiefelputzer.

Nun reite ein jeder gemächlich nach Haus und wische dem Pferde die Krippe aus. Versorge es reichlich mit Hafer und Heu und ein Bund Stroh zur Streu. Kehre hierher dann recht bald zurück, denn hier wartet vielleicht sein Lebensglück.

Kapelle lasst einen Marsch erklingen, wir wollen unsere Pferde nach Hause bringen!

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